Jahrgang 2011
Eine außergewöhnlich frühe und vielversprechende Ernte 2011
Die Weinberge der Loire erleben in meteorologischer Hinsicht ein Rekordjahr, charakterisiert durch Trockenheit, hohe Temperaturen – und frühe Reife.
Die Blüte verlief unter sehr guten Bedingungen vom 15. Mai im Muscadet bis Ende Mai in der Touraine – und fand damit drei Wochen früher statt als in einem durchschnittlichen Jahr. Im Juni sorgten die gewittrigen Niederschläge für eine optimale Verrieselung der Blüte und im jetztigen Reifestadium kann man von sehr günstigen Konditionen für die Gesundheit und Qualität der Pflanzen sprechen.
Wie jedes Jahr werden die Wochen vor der Ernte entscheidend sein für die weitere Entwicklung: Ein sehr warmer und trockener Sommer hätte sehr reife Trauben zur Folge. Das Ergebnis wären alkoholreiche Weine mit hohem Zuckergehalt und am Ende ein außergewöhnlicher Jahrgang südländischer Art, wie zuletzt der von 2003. Ein gemäßigter Sommer wiederum, mit guten Bedingungen für die Reife der Früchte – also kalten Nächten und etwas Wind – hätte den Vorteil, dass Aromen und Säure erhalten blieben. Im Resultat würde ein knackiger und bemerkenswert gut ausbalancierter Jahrgang entstehen.
Was die restlichen Sommerwochen auch bringen mögen, mit der Ernte sieht es dieses Jahr sehr gut aus und in beiden Fällen ist ein herausragender Jahrgang vorprogrammiert.
Das günstigste Szenario wäre ein Erntebeginn in der dritten Augustwoche im Muscadet. Für die frühen Sorten im Anjou, in Saumur und in der Touraine ist ein Erntebeginn Mitte bis Ende August vorgesehen und für Cabernet und Chenin Blanc der 10. September angesetzt. Das macht diesen Jahrgang übrigens zu einem der frühesten in der Geschichte der Weinregion Loire.
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