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Vouvray- AOC per Erlass vom 8. Dezember 1936
 
 
weiß
süß
fein perlend
     
 
Trocken, feinherb, süß oder fein perlend – die Weißweine von Vouvray offenbaren Ihnen ihre außergewöhnliche Vielfalt. 

 

Das Weinbaugebiet
Lage: Das Appellationsgebiet Vouvray liegt an der östlichen Grenze von Tours und erstreckt sich über sieben Gemeinden des rechten Loire-Ufers und säumt deren Nebenfluss, die Brenne.

 
 

Fläche: 2.000 ha
Geschichte: Die Entwicklung von Vouvray  erfolgte dank Sankt Martins, der die berühmte Abtei von Marmoutier gründete. Und, der Legende nach, Rebsorten sowie den Rebschnitt, der auch heute noch angewandt wird, einführte. Auch Balzac hat sich in Vouvray verewigt, indem er die  Handlung seines Romans „Der berühmte Gaudissart“ hierher verlegte. Die Büste dieses imaginären Handlungsreisenden ziert immer noch einen Platz in der Ortsmitte.
Böden: Das Weinbaugebiet liegt auf steinigen, mit einer Tuffsteinschicht bedeckten Hügeln (weiße Turon-Kreide), wird von Flusstälern durchschnitten und hat hohe Anteile „Perruches“ (Lehm-Feuerstein-Gemisch, das die mineralische Note gibt) und „Aubuis“ (Lehm-Kalkgemisch, das den edelsüßen Weinen ihre Stärke verleiht).
Klima: Am Rande der Flussterrassen erwärmen sich unter dem Meereseinfluss, der bis in das Herz des Weingebietes eindringt, die Böden recht schnell. Ein sonniger Herbst begünstigt die Überreife der Trauben, manchmal sogar die Edelfäule. Die Entstehung feinherber (halbtrockener) und edelsüßer Weine hängt von den variablen Wetterbedingungen ab: Ausschlaggebend ist der Jahrgang. Zudem werden jedes Jahr großartige, trockene Vouvray-Weine gekeltert.

   
 

Der Wein
Jährliche Produktion: Etwa 115.000 hl (55 % fein perlende Weine, 45 % stille Weine).
Grundertrag: 52 hl/ha als stille Weine, 65 hl/ha als fein perlende Weine
Rebsorten: 100 % Chenin Blanc (Pineau de Loire)
Vorherrschende Anbaupraktiken: Pflanzdichte 6.600 Stöcke/ha. Fächerschnitt, zwingend kurz

Verkostung

Sensorische Merkmale: Kräftige und leuchtende Farbe, die von strohgelb für die Perl- und Schaumweine bis zu goldfarben mit bernsteinfarbenem Schimmer für die reifen, edelsüßen Weine geht.
Die Vouvray-Weine sind in ihrer Jugend immer schmeichelhaft (Akazie, Rosen, Zitrusfrüchte und Brioche bei den fein perlenden Weinen), entwickeln später jedoch kandierte oder kompottartige Noten von Aprikosen, Quitten und vor allem Blütenhonig.
Trinktemperatur: Trockene Weine bei 11°C, fein perlende Weine bei 8°C. Feinherbe und süße Weine karaffieren und sehr kalt bei 6 - 8°C servieren, damit man ihre Entwicklung spüren kann.
Lagerfähigkeit: Die perfekten Lagerungsbedingungen (Temperatur und Feuchtigkeitsmessung) der tief liegenden Weinkeller, die in den Kreidehügel gehauen wurden, tragen zu der beträchtlich langen Lebensdauer der Vouvray-Weine (zehn bis 40 Jahre) bei.


 
 
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